Wir mobilisieren daher gemeinsam gegen den G20-Gipfel in Hamburg, der als Symbol für das weltumspannende Wirken der kapitalistischen Nationen, Banken und Konzerne steht. An diesem Datum treffen sich die Regierungschef*innen der 20 größten und wichtigsten Industrienationen der Erde, die Finanzminister*innen der G8, sowie die Präsident*innen der EZB, IWF, WTO und der Weltbank zur Abstimmung des politischen Rahmens. Ziel dieses Treffens ist der Erhalt und Ausbau der Machtposition der imperialistischen Nationen und ihrer Verbündeten, sowie die Koordinierung der internationalen Finanzpolitik.

Die Folgen dieser Politik tragen die Werktätigen: 795 Millionen Menschen weltweit leiden an Hunger, 46 Millionen arbeiten als Sklav*innen unter Bedingung schlimmster Ausbeutung, 800 Millionen schuften als „working poor“ unterhalb des Existenzminimums, 80% der Weltbevölkerung leben von weniger als 10 US- Dollar pro Tag. Hinzukommen Massenarbeitslosigkeit und Krieg - 65 Millionen Menschen befinden sich deshalb auf der Flucht. In den Industrienationen steigt die Jugendarbeitslosigkeit, der Zugang zu Bildung wird immer schwerer, prekäre Beschäftigung und Leistungsdruck machen die Menschen krank. Unabhängig ob Industrienation oder Schwellenland teilen die Menschen dabei ein Schicksal: Sie leiden und schuften für den Profit der Kapitalist*innen!

Für diese zählen nur Macht und Profite, darin sind sie Partner*in und Konkurrent*in gleichermaßen. Einflusssphären, Rohstoffreserven und Absatzmärkte werden von den Staaten abgesteckt und mit militärischer Macht gesichert. Wettrüsten und Truppenübungen der Supermächte und ihrer Partner*in sollen Entschlossenheit signalisieren: Territorialkampf im Pazifik, die andauernde NATO-Osterweiterung, sowie die offen ausgetragenen Stellvertreterkriege in der Ukraine und Syrien zeugen von der politischen Brisanz des G20- Bündnisses. Der Wettstreit dieser Staaten findet auch militärisch seinen Ausdruck.

Der Sicherheitsapparat der G20-Staaten als auch des Gipfels beweist, dass es nur eines gibt was sie mehr fürchten als den Zusammenbruch des Finanzmarktes oder der Weltwirtschaft: Es ist der Aufstand der Massen! Die Zahl der Menschen die unter dem Kapitalismus leiden beträgt mehrere Milliarden, der Großteil der
W eltbevölkerung.

Wir stehen ein für ein System welches den Menschen gleichen Zugang zu Essen, Unterkunft, Bildung, Arbeit und Technik erlaubt. Die nachhaltige Nutzung von Ressourcen und dem Aufbau einer Wirtschaft die dem Wohle der Menschheit dient und nicht dem Reichtum der Kapitalist*innen. Ein demokratisches System an dem alle angehalten sind mitzugestalten und indem dies auch möglich ist.

Der Kapitalismus lässt sich nicht reformieren, darin sind wir uns einig. Man kann ihn nicht grün oder gerecht machen, Mitsprache einfordern oder durch Entwicklungshilfe ausgleichen. Er ist nicht einfach so entstanden, sondern durch die Konzentration der Produktionsmittel, Geld und Macht in den Händen weniger geschaffen worden. Die Kapitalist*innen werden diese Macht nun nicht einfach aus den Händen geben, sie muss ihnen entrissen werden! Die Überwindung dieses Systems muss auf politischer und ökonomischer Ebene stattfinden, mit anderen Worten, durch eine Revolution!

Wir mobilisieren daher grenzübergreifend nach Hamburg um unseren internationalen Protest auf die Straße zu bringen und diesen Gipfel mit allem was wir haben zu stören. Unser Widerstand ist ein gemeinsames Symbol und gleichzeitig ein weiterer Schritt zum Kampf gegen die Herrschaft der Kapitalist*innen:



Ein Auftakt zum Sturz des Systems
G20 entern, Kapitalismus versenken!! 

G20 entern - Kapitalismus versenken!

Wir kommen aus verschiedenen Arbeitsfeldern und einem breiten politischen Spektrum der radikalen Linken. Uns eint das Bedürfnis gemeinsam, gleichberechtigt und transparent gegen die G20 in Hamburg zusammenzuarbeiten. Wir verstehen uns dabei nicht als eine feste Struktur. Viel mehr laden wir alle ein, die sich als antikapitalistisch und revolutionär verstehen, ob als Einzelperson oder Gruppenstruktur um mit uns gemeinsam einen Pol der radikalen Linken zu bilden.